Veranstaltungen

WORKSHOP 
 
der Arbeitsgruppe G3 „Havarieverunreinigungen“

„Internationale Warn- und Alarmpläne und Erfahrungen mit der Anwendung/Definition von Schwellenwerten bei der Übermittlung von Meldungen gemäß den Warn- und Alarmplänen“


Wroc³aw, 4./5. November 2025

 

 

Am 4. und 5. November 2025 fand in Wroc³aw ein Workshop statt, der von der Arbeitsgruppe G3 „Havarieverunreinigungen“ der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung organisiert wurde.
 

Das Hauptthema der Veranstaltung waren internationale Warn- und Alarmpläne sowie Erfahrungen mit der Anwendung/Definition von Schwellenwerten bei der Übermittlung von Meldungen gemäß den Warn- und Alarmplänen.
 

Es nahmen ca. 60 Personen persönlich an dem Workshop teil, und dank des Livestreamings konnten weitere 30 Personen online zugeschaltet werden. Unter den Teilnehmern befanden sich Mitglieder der Arbeitsgruppe G3 „Havarieverunreinigungen“ der IKSO, Vertreter anderer internationaler Flussgebietskommissionen (Rhein, Elbe), Vertreter von Staatsbehörden, Kommunalverwaltungen und Warndiensten, die für Krisenmanagement und Wasserwirtschaft zuständig sind, sowie Experten/Wissenschaftler aus Polen, Deutschland und der Tschechischen Republik.
 

Der zweitägige Workshop umfasste vier Themenblöcke. In diesen wurden internationale Warn- und Alarmpläne für die Einzugsgebiete der Oder, der Elbe und des Rheins sowie Instrumente zur Frühwarnung und Fragestellungen zu den Gefahren im Zusammenhang mit dem Auftreten von Prymnesium parvum behandelt.
 

Am ersten Tag standen die internationalen Warn- und Alarmpläne im Mittelpunkt, im Speziellen der der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung (IKSO), der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) und der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE). Darüber hinaus wurden die Überwachung der Schadstoffbelastung mittels Non-Target-Screening am Beispiel der IKSR sowie das Alarmmodell ALAMO, das im Rahmen der IKSE zum Einsatz kommt, vorgestellt.
 

Am zweiten Tag wurden konkrete Verfahren für Warnsysteme zur Erkennung potenzieller Risiken durch die Blüte von Prymnesium parvum präsentiert, die in Polen und Deutschland angewendet werden.
 

Der Workshop endete mit einer abschließenden Podiumsdiskussion, bei der die Moderatoren dieses Blocks betonten, wie wichtig es war, die bestehenden Dokumente zu Warn- und Alarmsystemen, die in den einzelnen internationalen Flussgebietskommissionen verwendet werden, vorzustellen und zu vergleichen. Dies trug zum Austausch wertvoller Erfahrungen bei.
 

Die Workshop-Teilnehmer wiesen darauf hin, dass die Kommunikation in Notfällen ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen den nationalen Einsatzkräften ist, die bei einer Havarie aktiv werden. In diesem Bereich könnte es hilfreich sein, in naher Zukunft Feldübungen zur grenzüberschreitenden Bekämpfung einer Gewässerbelastung unter Beteiligung dieser Dienste zu organisieren.
 

Eine wichtige Schlussfolgerung aus dem Workshop ist außerdem, eine Aktualisierung des IWAPO hinsichtlich der Alarmkriterien in Betracht zu ziehen sowie den IWAPO um Bestimmungen zu Prymnesium parvum zu ergänzen, die den IWAPO bei Überschreitung einer bestimmten Anzahl von Prymnesium parvum-Organismen auslösen würden. Diese Aufgaben werden in nächster Zeit Gegenstand der Arbeiten der Arbeitsgruppe G3 „Havarieverunreinigungen“ der IKSO sein.
 

Unten finden Sie die während der Veranstaltung gehaltenen Präsentationen, eine Fotogalerie sowie Kurzfassungen aller Vorträge in englischer Sprache.
 

 


PRÄSENTATIONEN:

 

Präsentation* Sprachversion Vortragende

CZ/EN

Tomáš Kacálek
(Povodí Labe, s.p.)

PL

Bogdan
Romanowski**
(Woiwodschaftsamt Niederschlesien)

DE

Marc Daniel Heintz
(Sekretariat der IKSR)

CZ

Jiøí Petr
(Povodí Labe s.p.)
und
Lenka Bìhounek
(Sekretariat der IKSE)

DE

Pavel Ondruch
(Sekretariat der IKSR)

DE

Svenja Sommer
(BfG)

PL

Lidia Czerwiñska
(GIO¦)

DE

Bernhard Aichner
(LfU)

DE

Martin Pusch
(IGB)

*Damit die Dokumente korrekt angezeigt werden können, verwenden Sie bitte die neuesten Versionen von Browsern oder speichern Sie die PDF-Anlagen auf einem lokalen Laufwerk und öffnen Sie sie mit den dafür vorgesehenen Programmen.
**Vertretungsweise hielt Herr Piotr Barañski (IKSO-Sekretariat) die Präsentation.

 


KURZFASSUNGEN DER VORTRÄGE:
(englische Sprachversion)
ICPO_Conference_abstracts_04_05_11_2025.pdf336,60 KB 2025.11.19

 


FOTOS:

 

 


Letzte Änderung: 2025.12.03