Oder-Galerie

Fauna an der Oder

 

 

Das Odertal ist reich an verschiedenen Tierarten. Viele wertvolle Vogelarten kommen hier vor, darunter auch geschützte Arten* wie der Eisvogel, die Beutelmeise, der Grauspecht, der Gartenrotschwanz, der Kormoran und der Höckerschwan.
 

Zu den Säugetieren, die das Oder-Einzugsgebiet bewohnen, zählen der Biber und der Fischotter, die aus naturschützerischer Sicht besonders wertvoll sind und unter strengem Artenschutz stehen.
 

Die Oder ist auch ein Lebensraum für viele Lurch- und Kriechtierarten. Zu den geschützten Lurchen zählen hier die Erdkröte, die Wechselkröte und der Europäische Laubfrosch. Zu den Kriechtieren hingegen - die Zauneidechse,  die Waldeidechse und die Blindschleiche.
 

In den Odergewässern sind zahlreiche Fischarten zu finden. Dazu gehören sowohl typische Süßwasserfischarten, u. a.  die Plötze, die Brachse, der Karpfen, die Forelle, der Zander, der Barsch, der Stichling, der Wels, die Barbe, die Ziege, das Flussneunauge, als auch Wanderfische – der Lachs, die Meerforelle, der Aal und Meeresarten (in der Pommerschen Bucht) wie der Hering.

 

*Schutzarten – Tier- oder Pflanzenarten, die von dem Staat besonders geschützt werden.

Graureiher
fot. M. Bociarska
Höckerschwanfamilie
fot. M. Bociarska
Schwarzkopfmöwen und Amerikanische Silbermöwen auf der winterlichen Eisdecke der Oder (Breslau)
fot. P. Barañski
 
Den Fluss in der Stadt bewohnen gerne die Stockenten (Breslau)
fot. £. Sza³ata
 
Schwarzkormorane im Nationalpark Unteres Odertal in Criewen
fot. M. Bociarska
 
Kormorane bauen ihre Nester auf Bäumen über den Süßgewässern. Die Bäume sterben dann infolge der Überdüngung* des Bodens mit Exkrementen allmählich ab. (Nationalpark Unteres Odertal in Criewen)
fot. M. Bociarska
 

*Überdüngung – Kumulierung übermäßiger Mengen von Düngemitteln im Boden.

 

Künstlich geschaffene Stellen, die es den Trauerseeschwalben erleichtern, Nester zu bauen (auf dem Foto Trauerseeschwalben) - Nationalpark Unteres Odertal in Criewen
fot. M. Bociarska
 

Foto: B. Najbar, Uniwersytet Zielonogórski (Universität Grünberg)

 

Das Bild oben stellt die Europäische Sumpfschildkröte dar. Das ist die einzige Schildkrötenart, die im Einzugsgebiet der Oder vorkommt. Gegenwärtig steht sie unter strengem Artenschutz.

 

Foto: B. Najbar, Uniwersytet Zielonogórski (Universität Grünberg)

 

Sumpfschildkröten bevorzugen bewachsene Seen oder langsam fließende Gewässer. Den größten Teil ihres Lebens verbringen sie im Wasser, das Land suchen sie zum Sonnenbaden auf. An kühlen Tagen verstecken sie sich gerne tief im Schlamm. Auf diese Art und Weise können sie sogar ein halbes Jahr lang überwintern.
 

Sumpfschildkröten sind sehr gefräßige Kriechtiere und ernähren sich vor allem von Insekten und Wasserschnecken, kleinen Fischen und Lurchen. Da sie nicht zu groß werden, ist es schwierig, sie im dichten Gestrüpp zu finden. Erwachsene Individuen wiegen ca. 1 Kilogramm und erreichen eine Länge von ungefähr 25 cm. In der freien Natur können sie sogar bis zu 120 Jahren leben!

 

Flora an der Oder

 

 

In den Überflutungsgebieten kommen viele wichtige Ökosysteme* und Habitate vor:  Auenwälder, Altarme und Feuchtgebiete. Im Röhrichtstreifen sind das Schilfrohr, der Breitblättrige Rohrkolben und der Wasser-Schwaden zu finden. Von anderen Gefäßpflanzen, die im Odertal vorkommen sind die Knabenkräuter (den Kanten-Lauch, das Breitblättrige Knabenkraut, das Purpur-Knabenkraut), die Wasserschläuche, die Bärlapppflanzen, die Seggen sowie das Frühlings-Adonisröschen, der Sumpfporst, die Glocken-Heide, die Kletten, der Riesen-Schachtelhalm und der Kanten-Lauch erwähnenswert.

*Ökosystem – System, das sich aus Organismen, die in dem jeweiligen Gebiet vorkommen, und Elementen der Umwelt, in der diese Organismen leben, zusammensetzt.

 

Röhrichtstreifen an der Oder bei Stettin
fot. M. Bociarska
 
Purpur-Knabenkraut im Nationalpark Unteres Odertal in Criewen
fot. M. Bociarska

Letzte Änderung: 2017.07.26